Am 19. April 2026 wurde die Feuerwehr zu einem Küchenbrand am Einsatzort Göriach 15 alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte kein offenes Brandgeschehen festgestellt werden, jedoch war eine deutliche Rauchentwicklung im Bereich der Küche im ersten Stock wahrnehmbar.
Unmittelbar nach der Lageerkundung wurde eine Zubringerleitung vom Bassin Göriach zum Tank Göriach aufgebaut, wobei die Tragkraftspritze der FF Achomitz zum Einsatz kam. Gleichzeitig wurden das MTZ Thörl-Maglern sowie die Kräfte der FF Draschitz/Dreulach in Bereitschaft gehalten. Ein Atemschutzsammelplatz wurde durch die FF Feistritz/Gail eingerichtet, welche auch die Atemschutzüberwachung übernahm.
Der Innenangriff erfolgte unter schwerem Atemschutz. Der erste Trupp der FF Göriach übernahm die Erkundung und konnte die Brandursache in der Küche im ersten Stock lokalisieren. Die Brandbekämpfung wurde gezielt durchgeführt, um den Wasserschaden möglichst gering zu halten. Brennbare Küchengegenstände wurden über den Balkon ins Freie gebracht und dort gesichert entsorgt.
Der zweite Trupp der FF Feistritz/Gail führte Nachlöscharbeiten durch und öffnete Teile der Decke, um mögliche Glutnester freizulegen. Anschließend kontrollierte der dritte Trupp der FF Nötsch den betroffenen Bereich mittels Wärmebildkamera und führte weitere Nachlöscharbeiten durch. Ein vierter Trupp, bestehend aus Kräften der FF Thörl-Maglern und der FF Göriach, stand in Bereitschaft, musste jedoch nicht mehr eingreifen.
Während des gesamten Einsatzes wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Brandbekämpfung mit möglichst geringem Wassereinsatz durchzuführen, um zusätzliche Schäden am Gebäude zu vermeiden. Parallel dazu erfolgte die Versorgung der eingesetzten Atemschutzträger mit Getränken. Zudem wurden laufend Abklärungen mit der Polizei sowie mit der Rettung durchgeführt.
Zunächst konnte festgestellt werden, dass sich keine Personen im Gebäude oder im unmittelbaren Rauchbereich befanden, weshalb die Rettung vorerst abrücken konnte. Etwa 30 Minuten später stellte sich jedoch heraus, dass sich zwei Personen im verrauchten Bereich aufgehalten hatten. Daraufhin wurde über die Polizei erneut die Rettung zur Abklärung einer möglichen Rauchgasvergiftung angefordert.
Daniel Grafenauer, der als erster am Brandobjekt eingetroffen war, unterstützte im weiteren Verlauf die Brandermittler bei ihrer Arbeit. Um 15:00 Uhr bestand die Möglichkeit, die Atemschutzflaschen in Arnoldstein wieder zu befüllen. Zusätzlich wurden weitere Kontrollen des betroffenen Bereichs mittels Wärmebildkamera um 15:00 Uhr sowie erneut um 17:00 Uhr durchgeführt beziehungsweise geplant.
Dank des raschen und koordinierten Einsatzes aller beteiligten Feuerwehren konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht und eine Ausbreitung verhindert werden.
Im Einsatz waren:
FF-Göriach TLFA – FF Achomitz KLF – FF Draschitz/Dreulach KLFA –
FF Feistritz/Gail KLFA, TLFA – FF Nötsch TLFA –
FF Thörl Maglern (MTZ, TLFA) – Rettung – Polizei –
Feuerwehr 70; Rettung 5; Polizei 3 Mann
Bericht und Bilder © OBI Jarnig Manfred
AFKdo ÖA-Team Dreiländereck


