Am 07.04.2026 um ca. 16:20 Uhr wurde mehrere Feuerwehren des Abschnittes Dreiländerecke zu einem Waldbrand am Tabor im der Marktgemeinde Finkenstein alarmiert.
Der vorerst als Kleinbrand eingestufte Einsatz entpuppe sich innerhalb kurzer Zeit als ausgedehnter Waldbrand, welcher schlussendlich eine Fläche von ca.5-6 Hektar betraf.
In Folge wurden 24 Feuerwehren aus dem Bezirken Villach-Land und Villach-Stadt, sowie die Waldbrandzüge West und Ost des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes und der Feuerwehrflugdienst mit insgesamt ca. 300 Einsatzkräften alarmiert. Des Weiteren wurden die Löscharbeiten von 3 Hubschraubern des Bundesministerium für Inneres unterstützt.
Auch erfolgte ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren eingerichtet. Diese brachten Löschwasser für die am Brandort anwesenden Feuerwehrkräfte auf den Berg.
Aufgrund der Topography des Geländes war es für die Einsatzkräfte Schwerstarbeit direkt zum Brandgeschehen vorzudringen.
Die Mannschaften mussten teilweise durch MRAS-Trupps mittels Seilsicherungen gesichert werden, um ein Abstürzen im steilen Gelände zu verhindern.
Der Löschwasserbezug für die Hubschrauber erfolgte im nahegelegenen Faaker See.
Bei Einbruch der Dunkelheit musste der Einsatz über Anordnung der Einsatzleitung vorerst beende werden, da ein Weiterarbeiten im steilen Gelände mehr als gefährlich erschien.
Während der Nachtzeit wurde am Bergkamm eine Sprinkleranlage installiert und einige Löschtrupps zur Brandwache abgestellt. Der Einsatz der Sprinkler in der Nacht zeigte Wirkung und konnte so die Brandausbreitung eingedämmt werden.
Am Mittwoch, den 08.04.2026, im 06:30 Uhr, erfolgte eine Einsatzbesprechung und somit eine Neubeurteilung der Lage.
Dabei wurde entschieden, dass der Löscheinsatz wie am Tag zuvor weitergehen wird und auch der Einsatz eines Hubschraubers dringend erforderlich ist.
Somit erfolgte um 07:00 Uhr die Alarmierung für 12 Feuerwehren aus dem Bezirk Villach-Land und Villach-Stadt.
Der Einsatzbefehl für die anrückenden Feuerwehren lautete: Halten der Brandlinien und das Ablöschen von Glutnestern.
Dies erfolgte auch mit Unterstützung eines Hubschraubers des Bundesministerium für Inneres.
Aufgrund der Steilheit des Geländes entschloss sich die Einsatzleitung zur Alarmierung der Bergrettung zur Sicherung der Feuerwehrkräfte bei ihrer Arbeit.
Am späten Nachmittag zeigte die schweißtreibende Arbeit ihre Wirkung und konnte alle erkennbaren Glutnester abgelöscht werden.
Nach dem Rückbau eines Großteiles der Löschleitungen und dem Ausflug des Einsatzmateriales konnte die meisten Einsatzkräfte in ihre Rüsthäuser einrücken. Lediglich ein kleiner Teil an Mannschaft bleib zur Brandwache vor Ort. Die Brandwache wird auch noch die nächsten Tage aufrecht gehalten, um eventuell aufflackernde Glutnester schnellstmöglich eindämmen zu können.
Detail am Rande: Insgesamt waren an beiden Einsatztagen mehr als 450 Kameradinnen und Kameraden von 36 Feuerwehren mit ca. 50 Fahrzeugen im Einsatz. Des Weiteren warfen 4 Hubschrauber des BMI ca. 100.000 Liter Löschwasser ab und von den Feuerwehren mussten mehrere Kilometer Löschleitungen zum Brandherd aufgebaut werden.
Von Seiten des Bezirksfeuerwehrkommandos Villach-Land und dem BFK OB Libert Pekoll, sowie der örtlichen Einsatzleitung, ergeht ein großer Dank an alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, sowie die befreundeten Einsatzorganisationen für die reibungslose und ausgezeichnete Abarbeitung des Einsatzes.
Ein großer Dank ergeht auch an die BH Villach-Land unter der Leitung des BH Dr. Bernd Riepan und allen Verantwortlich, sowie der Marktgemeinde Finkenstein unter Bgm. Christian Poglisch und seinen Mitarbeitern, für die entgegengebrachte Unterstützung und Versorgung.
Bericht und Fotos: ÖA-Team BFKdo Villach-Land, M. Gruber, Feuerwehren Bezirk Villach-Land





















