In der Nacht auf den Nationalfeiertag wurden die Feuerwehren Treffen und Winklern-Einöde um 00:32 Uhr zu einem überhitzten Hackschnitzelhaufen nach Treffen am Ossiacher See alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde eine starke Rauchentwicklung festgestellt. Teile des Hackguts waren bereits in Brand geraten. Unter schwerem Atemschutz wurde umgehend mit den Löscharbeiten begonnen.
Aufgrund des Ausmaßes der überhitzten Bereiche wurde gegen 01:00 Uhr die Feuerwehr Sattendorf nachalarmiert, um weitere Atemschutztrupps für die aufwendigen Arbeiten bereitzustellen.
Aufwendige Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz

Mithilfe von Schanzwerkzeug und einem vor Ort befindlichen Radlader wurde das Hackgut schrittweise auseinandergezogen und auf einer nahegelegenen Freifläche verteilt. Dadurch konnten die überhitzten Bereiche freigelegt und gezielt abgelöscht werden. Im Zuge der Arbeiten wurde festgestellt, dass auch Teile der Fassadenkonstruktion der angrenzenden Lagerhalle bereits durch die Hitze angekokelt waren.
Die Wasserversorgung wurde über zwei Hydranten sichergestellt. Im weiteren Einsatzverlauf unterstützte zusätzlich ein privates Erdbauunternehmen mit einem Bagger die umfangreichen Arbeiten.
Die eingesetzten Atemschutztrupps wurden laufend mit dem Mannschaftstransportfahrzeug zum Rüsthaus Treffen gebracht, wo die Atemschutzflaschen wiederbefüllt und die Einsatzkräfte versorgt werden konnten. Gleichzeitig wurde das Hackgut kontinuierlich mittels Wärmebildkamera kontrolliert, um verbliebene Hitze- und Glutnester aufzuspüren und gezielt abzulöschen.
Gegen 06:30 Uhr konnte nach rund sechs Stunden intensiver Arbeit vorerst „Brand aus“ gegeben werden.
Erneute Alarmierung am Nachmittag

Bei einer Nachkontrolle am Nachmittag wurden erneut überhitzte Bereiche im Hackgut festgestellt. Daher wurde die Feuerwehr Treffen um 16:08 Uhr nochmals zu Nachlöscharbeiten alarmiert.
Unterstützt durch den Radlader wurde das Hackgut erneut auseinandergezogen und unter laufender Kontrolle mittels Wärmebildkamera auf weitere Hitze- und Glutnester untersucht. Die betroffenen Bereiche konnten gezielt abgelöscht werden. Nach rund eineinhalb Stunden waren auch diese Arbeiten abgeschlossen.
Stundenlange Arbeit am Nationalfeiertag
Der Einsatz verdeutlichte einmal mehr, wie zeit- und personalintensiv Brände in Hackschnitzelhaufen sein können. Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, müssen die betroffenen Bereiche sorgfältig freigelegt, abgelöscht und wiederholt kontrolliert werden.
Ein besonderer Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehrmitgliedern sowie den unterstützenden Unternehmen für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bei den umfangreichen Lösch- und Nachlöscharbeiten. Besonders die Einsatzkräfte, die während der Nachtstunden und am Nationalfeiertag über viele Stunden hinweg gefordert waren, leisteten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung des Einsatzes.
Eingesetzte Kräfte
• FF Treffen am Ossiacher See (TLFA 4000, MZFA, MTFA)
• FF Winklern-Einöde (TLFA 2000, KLFA)
• FF Sattendorf (TLFA 2000, LFA)
• Polizei
• Privates Erdbauunternehmen
Fotos und Bericht: FF Treffen

