Würdige Auszeichnung für die Kärntner Strahlenspürer der Feuerwehr

Mit dem „Pro Merito“ werden besondere Verdienste und Leistungen auf dem Gebiet des Strahlenschutzes in Österreich gewürdigt. Diese Auszeichnung hat eine sehr lange Tradition und wertschätzt Leistungen im Strahlenschutz, die über das alltägliche Maß, über die reguläre Arbeit und über das normale Wissen hinausgehen.

Im Vordergrund steht der Schutz – hierzu zählen die fachliche Information an die Allgemeinbevölkerung, die Wissensweitergabe und Leistungen der jeweiligen Einsatz- und Hilfsorganisationen für den Anlassfall. Die Basis hierfür ist ein fundiertes Fachwissen, jahrelange Praxis und Erfahrung, sowie ein außergewöhnlicher, persönlicher Einsatz zur Stärkung des Strahlenschutzes.

Seit vielen Jahren wird das „Pro Merito“-Abzeichen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Inneres, dem Österreichischen Roten Kreuz, dem Bundesfeuerwehrverband und dem Österreichischen Verband für Strahlenschutz von der Seibersdorf Academy verliehen.

Es gilt als Würdigung einzelner Personen für besondere Verdienste im Bereich Strahlenschutz und wird in einem besonders würdigen Rahmen in Seibersdorf verliehen.

Am Freitag, dem 22. November 2019, durften sich fünf Kärntner Kameraden über diese Auszeichnung freuen. 

Aus dem Bezirk St. Veit an der Glan konnten die Kameraden

OLM Pius Sonnberger und V Walter Hofer

(Verdienstzeichen in Bronze)

sowie

OBI Gerd Gradischnig und LM Roland Koppeter

(Verdienstzeichen in Silber)

bei der Pro Merito Verleihung für Verdienste im Strahlenschutz die verdienstvollen Ehrenzeichen in Empfang nehmen.

Für einen Kärntner gab es an diesem Tag zwei besondere Auszeichnung,

BI Hans Tratnik

Strahlenschutzbeauftragte des Bezirkes Villach-Land erhielt,

Verdienstabzeichen in Gold

 und erhielt für seine Projektarbeit zur Neuausrichtung des Strahlenschutzes in Kärnten,

als erster Kärntner Feuerwehrmann das

 Strahlenschutzleistungsabzeichen in Gold.

Das Thema seiner Arbeit ist eine effiziente Neuausrichtung der Feuerwehr für den Strahlenschutz in Kärnten auf Basis der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Der Strahlenschutz in Kärnten für den Bereich Feuerwehr wird neu überarbeitet werden und soll die Basis für die Neuausrichtung des Strahlenschutzes in Kärnten sein. Es werden die derzeitigen Kapazitäten und Ausrüstungen ermittelt, ebenso die vorhandenen Alarmierungswege angepasst werden. Auf Basis der gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen Vorschläge für diese Neuausrichtung erarbeitet und die Schnittstellen zu den anderen Einsatzorganisationen erfasst und neu definiert werden.

„Feuer und Wasser“ sind seine Elemente

Es die zwei Schlagworte welche Hans Tratnik seit Jahrzehnten, neben seiner beruflichen Tätigkeit, beschäftigen und zu seinem Steckpferd geworden sind. Er kam mit 18 Jahren zur Stützpunkt II Feuerwehr Gödersdorf, Bezirk Villach Land, und ist dieser treu geblieben. Nach der Grundausbildung folgte die Ausbildung zum Funker, Atemschutzträger und Maschinisten.

Mit dem Thema Strahlenschutz kam BI Hans Tratnik beim Österreichischen Bundesheer im Zuge der Grundausbildung in Kontakt. Die Spürerausbildung war die Initialzündung für ihn, so dass er im Jahr 1989 wurde im Zuge einer freiwilligen Waffenübung das Leistungsabzeichen in Bronze und im Jahr 1992 jenes in Silber in Seibersdorf absolviert. Bei den folgenden Bundesheerübungen wurde er als Strahlenspürer eingesetzt und hat etliche Kameraden aus- und fortgebildet.

Fachliche Kompetenz und Erfahrungswerte aus der Praxis

Über 30 fachspezifische Kurse und sehr viel Praxis in den Bereichen Strahlenschutz und Gefährliche Stoffe brachten BI Hans Tratnik den Ortsbeauftragten für Strahlenschutz in der Freiwilligen Feuerwehr Gödersdorf, wo er seit Jahren die Kameradin und die Kameraden schult und weitergebildet.

Mit dem Jahr 2009 wurde Hans Tratnik in die Funktion des Bezirksbeauftragten Villach Land für den Strahlenschutz und Gefährliche Stoffe bestellt.

Sein umfangreiches Wissen über den Strahlenschutz gibt er auch gerne im Zuge von Weiterbildungen im Bezirk und an der Landesfeuerwehrschule weiter, so Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Libert Pekoll in seiner Laudatio anlässlich der Präsentation in Forschungszentrum Seibersdorf.

Der Kärntner Landesfeuerwehrverband gratuliert den ausgezeichneten Kameraden zu den Verdienstabzeichen in der jeweiligen Kategorie und dankt für die hervorragende Arbeit im Bereich des Strahlenschutzes.

Bericht: HBI Martin Sticker – LFKDO Kärnten