Exkursion und Klausur der Bezirksausbilder

Im Zuge der Nach- und Vorbereitung der Grundausbildung im Bezirk und des TS- MA Kurses haben unsere Bezirksausbilder einen Blick über die Grenze gemacht und sich über das Feuerwehrwesen in Italien generell und speziell in der Provinz Udine vor Ort informiert.
Das ialienische Feuerwehrwesen ist Bundessache und untersteht dem Innenministerium. Es handelt sich generell um Berufsfeuerwehr. Freiwillige Feuerwehren, wie wir sie kennen, sind die Ausnahme und unterstehen zumeist der zweiten Säule des Katastrophenschutz, dem Ministerium für Zivilschutz. Die Struktur basiert in den Provinzen auf den zentralen Feuerwachen, den sog. „Comandi“, die über verschiedene Außenstellen „Distaccamenti“ verfügen. Die Provinz Udine ist flächenmäßig ca. halb so groß wie Kärnten, hat aber ungefähr die gleiche Einwohnerzahl. Die Provinz erstreckt sich im Norden von Tarvis bis in den Süden nach Lignano und im Westen von Forni di Sopra bis im Osten nach Cividale. Udine als Provinzhauptstadt hat mit 100.000 Einwohnern etwa die Größe von Klagenfurt. Dieser Bereich wird vom Comando in Udine, 5 hauptamtlichen Distaccamenti (Tarvis, Cervignano, Cividale, Tolmezzo und Gemona) und 14 freiwilligen Distaccamenti betreut, wobei in der gesamten Provinz ca. 200 Berufsfeuerwehrmänner Wechseldienst versehen. Eine Schicht umfaßt für die gesamte Provinz ca. 50 Mann in den verschiedenen Dienststellen.
Bereits auf der Anreise erfolgte die Besprechung über die Teilnehmerreaktionen aus den Bezirksausbildungen, wobei in entspannter Athmosphäre über machbare Optimierungen beraten wurden. Nach einer Führung durch das Comando Udine, ging es zum Mittagessen nach Nimis. Auf der Heimfahrt wurde noch die Wache in Tarvis besichtigt.
Herzlichen Dank an ABI Ing. Michael Miggitsch für die Organisation dieser interessanten und lehrreichen Fahrt.

Text: Arnold Stessel, BI
Fotos: Thomas Warmuth, BM, Hans Trattnig, BI